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Mittwoch, 10. Juni 2009

Protagen AG entwickelt Biomarker-Test für Prostatakrebs im Tiroler Zentrum für personalisierte Krebsmedizin


Dortmund, 10. Juni 2009. Die Protagen AG und die Medizinische Universität Innsbruck, Klinik für Urologie, haben kürzlich mit Hilfe Ihrer UNIArray®- Technologie Autoantigen-Kandidaten im Serum von Patienten mit Prostatakrebs gefunden. Autoantigene sind körpereigene Makromoleküle oder Zellstrukturen, die vom Immunsystem als „fremd“ erkannt werden. Sie können nicht nur Hinweise auf Autoimmun-, sondern auch auf Krebserkrankungen geben und sind daher als Biomarker-Kandidaten von großem medizinischem Interesse.

Das Prostatakarzinom ist die in Europa am zweithäufigsten zum Tode führende Tumorerkrankung bei Männern. Etwa 40.000 Männer in der Europäischen Union sterben jedes Jahr an dieser Krebsart. Die gegenwärtig üblichen Früherkennungsmaßnahmen basieren auf der Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Serum sowie der digitalen Rektaluntersuchung. Obwohl das routinemäßig durchgeführte PSA-Screening zu einer besseren Früherkennung von Prostatakrebs beigetragen hat, hat es doch entscheidende Schwächen: So können erhöhte PSA-Werte auch krebsunabhängige Ursachen haben wie z. B. nicht-spezifische Prostatitis und gutartige Prostata Hyperplasie. Ein großer Nachteil des PSAs als Marker ist daher seine geringe Spezifität, die zu einer erheblichen Zahl von unnötigen Biopsien führt. Es besteht daher ein dringender Bedarf an zuverlässigeren Diagnoseverfahren.

Der von Protagen neu entwickelte Test zielt auf eine Patientengruppe mit einem mittleren Krebsrisiko ab (PSA Bereich von 2.5 ng/ml – 4.0 ng/ml). Der nächste Schritt auf dem Weg zur klinischen Anwendung dieses Biochips erfolgt in Form einer Validierungsstudie. „Dabei werden die zuverlässigsten Kombinationen potentieller Prostatakrebs-Marker bestimmt, und der Biochip wird für den Einsatz in klinischen Studien optimiert“, erklärt Dr. Stefan Müllner, Geschäftsführer der Protagen AG.

Die UNIarray® Technologie spürt krankheitsspezifische Autoantikörper-Muster in Blutproben von Patienten auf. Solche charakteristischen Muster treten nicht nur in verschiedenen Autoimmunerkrankungen auf, sondern auch in Krebs, neurodegenerativen Krankheiten und sogar in scheinbar gesunden Probanden. Die Mustererkennung durch den von Protagen entwickelte Chip ermöglicht daher die Entwicklung zuverlässigerer Diagnoseverfahren. Ferner kann sie die Grundlage für sogenannte Begleitdiagnostika darstellen, die den Verlauf einer spezifischen Therapie widerspiegeln und bei der Auswahl geeigneter Patienten für klinische Studien (Patientenstratifikation) hilfreich sein. Protagen erforscht derzeit Diagnostika für zahlreiche Indikationen einschließlich Brust-, Prostata-, Darm- und Pancreaskrebs, Multiple Sklerose, Rheumatoide Arthritis, Juvenile Ideopathische Arthirits, Morbus Parkinson und Alzheimer.

ONCOTYROL ist in fünf Forschungsbereiche unterteilt. Die Protagen AG beteiligt sich an einem Projekt in Forschungsbereich 3 „Diagnose, Therapie & Prävention“. Im Rahmen des Forschungsprojekts unter Leitung von Prof. Helmut Klocker, Univ.-Klinik für Urologie, werden neue Marker für Diagnose, Prognose und Therapiewahl bei Prostatakrebs gesucht und überprüft – wobei der von Protagen entwickelte Chip wertvolle Dienste leisten wird.

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Über die Protagen AG

Die Protagen AG (www.protagen.de) ist ein führender, GMP zertifizierter Anbieter von qualitativ hochwertigen Produkten, Dienstleistungen und Softwarelösungen für die Proteinforschung mit Standorten in Dortmund und Chester, New Jersey, USA. Zu den Innovationen des Unternehmens gehören UNIclone®, eine patentierte Plattform zur Herstellung und Verwendung von qualitativ hochwertigen Proteinexpressionsbibliotheken und UNIchip®, eine vielseitige Produktfamilie von Protein Biochips für die Entwicklung von Antikörpern sowie UNIarray®, eine hocheffiziente Technologieplattform für die Entwicklung von neuartigen Diagnostika. Protagen nutzt UNIarray® derzeit zur Entwicklung von diagnostischen Tests für Prostata Karzinom und Multiple Sklerose sowie für zahlreiche andere Indikationen.

Über ONCOTYROL:
ONCOTYROL ist ein Verbund kompetenter Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zur beschleunigten Entwicklung und Evaluierung individualisierter Krebstherapien sowie prognostischer und präventiver Methoden. Im Bereich der Wissenschaft stehen die drei Tiroler Universitäten im Zentrum. Sie arbeiten mit internationalen Wissenschaftspartnern wie der Harvard Medical School zusammen. Auf Seiten der Wirtschaft sind regionale, überregionale und international agierende Firmen beteiligt. ONCOTYROL wurde im Rahmen des Strukturprogramms COMET der österreichischen Bundesregierung in Innsbruck gegründet und wird mit nationalen und Landesmitteln zu rund 50% gefördert. Schwerpunkte der Forschung sind Prostata-, Brustkrebs und Leukämie. Gemanagt wird das Großprojekt von der Innsbrucker CEMIT GmbH Center of Excellence in Medicine and IT.

Kontakt:
Dr. Stefan Müllner
CEO
Protagen AG
Otto-Hahn-Str. 15
44227 Dortmund
Tel: +49 (0) 231 9742 6300
Fax: +49 (0) 231 9742 6301
E-Mail: info@protagen.de

Presseanfragen:
Dr. Holger Bengs
Biotech Consulting
Tel:+49 (0) 69 – 61 994 273
Fax: +49 (0) 69 619 94 249
info@holgerbengs.de



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